DJ ESKEI83 interview Port01.com

Hier ist mein Interview aus der aktuellen Ausgabe des Port01  Print-Magazins!

Bei dir hat sich in den letzten Jahren ja Einiges getan.

Du legts dieses Jahr in LA und NY auf, präsentierst namenhafte DJ Hardware auf Messen und hast deinen eigenen Podcast.

Genau so sieht es aus … in den letzten 24 Monaten ist viel passiert. Ich bin weltweit getourt, hab einige Sachen produziert und jetzt hab ich einen Podcast bei iTunes um meine Fans wöchentlich mit frischer Musik zu versorgen.

Wie kam es zu dieser Entwicklung und was hast du dafür getan?

Ich denke es ist hauptsächlich harte Arbeit. Du kannst talentiert sein wie du willst, wenn du dafür nicht arbeitest und deine Ziele kennst, wirst du dich auch nicht entwickeln können. Ich hab mich dahinter geklemmt um an die Top-Venues in den angesagtesten Metropolen zu kommen. Dank der Hilfe meiner Agentur Moccatunes und durch den Support meiner Freunde und Familie konnte ich das erreichen.

Du präsentierst ja professionelle DJ&Producer Hardware auf Messen auf der ganzen Welt und wirst  von Rane, Coca Cola, Numark, Magma uvm. zu vielen Events gebucht. Kommen solche Verträge automatisch mit dem Erfolg?

Das passiert nicht einfach so. Rane hab ich vor zwei Jahren eine Zusammenarbeit angeboten, weil ich Ihre Produkte sehr interessant fand. Sie haben bemerkt dass meine Art aufzulegen was Besonderes ist und ich mit meiner Show Ihr Produkt besonders gut präsentieren kann. Wir haben dann auf der Frankfurter Musik Messe eine Video-Mix-DJ-Software vorgestellt und das hat mir einige Türen geöffnet. Als DJ ist es sehr schön für internationale Firmen zu arbeiten, denn du bekommst dann generell eine ganz andere Aufmerksamkeit. Deine Performance steht im Vordergrund und du bist mehr der Künstler als nur der Typ der im Club die Musik zu spielen hat.

Im Januar war ich für Numark in Los Angeles zur Namm Show die die bedeutendste Messe der Welt ist. Dort konnte ich auch wieder Kontakte knüpfen und für die Musik Messe in Frankfurt im März schon was Tolles klar machen.

Du bist 5 Mal DJ-Tournament Gewinner u.a. hast du zweimal die R&B-Club-DJ-Championships gewonnen, freut man sich noch genauso wie beim ersten Mal & wie motivierst du dich jedes Mal aufs Neue? Geheimrezept?

Die Battles sind ja jetzt schon ne Weile her. Grundsätzlich will ich immer der Beste sein. Schon früher auf dem Fußballplatz war das so. In der Schule eher weniger (lacht). Gefreut hab ich mich irgendwie immer nur kurz, dann hatte ich schon das nächste Ziel vor Augen.

Ist vielleicht nicht immer ne gute Angewohnheit, aber das hat mir geholfen die Battles zu gewinnen und voran zu kommen. Jetzt konzentriere ich mich voll auf meine Live Performances. Ich will den Leuten was Besonderes bieten. Ich spiele nicht die original Songs, sondern ich remixe live: Ich mixe die Tracks so zusammen, dass etwas Neues dabei raus kommt. Zum Beispiel benutze ich gerne das Instrumental von Michael Jackson “Billie Jean” mit den Vocals von Estelle “American Boy”, oder lege Kanye West auf Robin S Show Me Love. Auch Madonna oder Whitney Houston treffen auf Beats von Timbaland oder den Neptunes. Bei mir gibt es also nicht jede Woche dasselbe – sondern ein DJ Set mit Einflüssen aus allen Genres, die heissesten Tracks, Breaks und Classics live gemixt. Kein Standart.

Auf was muss man verzichten, wenn man soviel unterwegs ist?

Leider auf so einiges was das Leben schön macht. Gerade die Zeit mit meinen engsten Freunden ist viel zu knapp. Aber ich versuche mir gerade da mehr Freiheiten zu gönnen. Viele organisatorische Sachen habe ich schon abgegeben. So hab ich ein wenig mehr Freizeit.

Hast du dir dein Leben immer so vorgestellt wie es jetzt läuft?

Nee, ich wollte schon immer bei Bayern München spielen … hat leider nicht geklappt 🙁 Hat jemand die Nummer von Uli Hoeneß? Wenn die den Ribery verkaufen ist doch die Nummer 7 wieder frei für mich!

Bei so viel Erfolg und Ruhm, kann einem das mal schnell über den Kopf wachsen und man entwickelt Starallüren, hast du welche?

Hat Dir mein Manager nicht gesagt diese Frage auszulassen? (lacht) Ich glaube mit mir kann man gut zurecht kommen, wenn man mich während meiner Show mein Ding machen lässt und mich nicht nach irgendwelchen Black Eyed Peas Songs fragt… Wobei “Boom Boom Pow” ausnahmsweise noch mal eine gute Platte war.

Hat sich die Black Szene in den letzten Jahren verändert, zum positiven oder zum negativen?

Und was würdest du ändern wenn du könntest?

Ganz ehrlich bin ich mir nicht sicher ob es sowas wie eine Black Szene noch gibt. Erstens find ich den Begriff Black Music komplett Mist. Ein großer Teil der Musik die wir spielen ist von Künstlern wie Pitbull, Justin Timberlake, etc. Das sind alles keine Afro-Amerikaner. Dann hat sich der Rhythmus komplett geändert. Wir spielen jetzt sehr viele Uptempo Nummern, locker 20 BPM schneller als noch vor 5 Jahren, House ähnliche Beats. Sowas nennt man in anderen Ländern TOP40. Echten R&B und HipHop Tunes von Künstlern wie Talib Kweli, Q-Tip, Joe oder Mary J Blige funktionieren nur noch begrenzt in den Clubs. Den R&B Sound gibts aber in Zukunft wieder verstärkt bei The Chocolate Night und pure HipHop am zweiten Freitag im Monat bei SOUL BOX im Metronom. Wir wollen den Leuten wieder ein Plattform geben, die Musik mit Soul hören wollen!

Was ist anders in der amerikanischen Szene und legst du da anders auf als in Deutschland?

Im Großteil ist es da nicht anders. Ich spiele dort wo ich hinkomme die Tracks aus meiner Plattensammlung die ich als passend empfinde. Das kommt überall gut an. Die Leute wollen meinen Style hören. Auf ner HipHop Jam spiele ich natürlich was anderes als wenn ich den Support für Ed Bangers DJ Feadz spiele. Trotzdem gibt es immer 100% meinen Style, viel Technik am Turntable und Live-Remixes. Musikalisch kann das wirklich alles sein: HipHop, TOP40, Rock, Electro, 80er, aber davon natürlich nur die für mich besten Tracks! Amerika ist für mich halt was Besonderes, weil das die Heimat der Musik ist die ich liebe. Die Leute verstehen dort die Lyrics und kapieren auch warum ich zB gerade diese 2 Tracks zusammen mixe. Dort kann man Inhalte transportieren. Das ist in Deutschland sehr schwierig.

Was ist deiner Meinung das Schönste an deinem Job und was nervt dich manchmal daran?

Toll ist natürlich soviel von der Welt zu sehen und so viele nette Leute zu treffen. Von seiner Leidenschaft leben zu können ist super. Was mich in letzter Zeit genervt hat, sind unloyale Freunde denen man viel gegeben hat und letztendlich sehr enttäuscht wurde. Aber daraus zieht man seine Konsequenzen. Leute kommen und gehen. Nur die wahren Freunde bleiben.

Wie sieht es in 10 Jahren bei dir aus, wo siehst du dich da?

Ich hoffe ich bin dann immer noch als DJ unterwegs. Oberstes Ziel ist es natürlich mehr als Live-Künstler wahrgenommen zu werden und natürlich mehr Produktionen an den Start zu bekommen. Unsere Agentur Moccatunes wird in den kommenden Monaten auch einen großen Sprung nach vorne machen. Wir haben das Artist Rooster erneuert, frische Leute am Start, nationale sowie internationale Größen dabei und fette Party-Konzepte für Veranstalter! Mit diesen Team sehe ich positiv in die Zukunft.

Rat von dir an DJ, die noch in den Kinderschuhen stecken?

be unique! don’t copy – be yourself!

Dein Lieblingstrack im Moment und dein Klassiker ?

das kommt ganz drauf an … mmh .. lies es einfach in den Black Music Tipps auf Seite XX (Seitenzahl hier einfügen) nach 😉

Was willst du noch loswerden, als Schlusswort?

Ich danke für das Interview und freu mich auf weiterhin tolle Parties mit euch! Ich freu mich auf Feedback auf meinen Podcast! Einfach auf meiner Website abonnieren!

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